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Hospital-Areal Heidelberg: Park, Beachhalle, Chapel und 60 weitere Wohnungen – was als nächstes kommt

191 Wohnungen sind bezogen – aber das Hospital-Areal Heidelberg hat noch viel vor: Park, Beachhalle, Quartierstreff in der alten Kapelle und 60 neue GGH-Wohnungen. Der Überblick über die nächsten Schritte.

Modernes Wohngebäude im Bau

Die ersten 191 GGH-Wohnungen sind bezogen, die Quartiershochgarage in Betrieb, doch das Hospital-Areal in Heidelberg-Rohrbach ist noch lange nicht fertig. Was als nächstes kommt, ist mindestens genauso spannend: ein 7.000-Quadratmeter-Park, eine Beachhalle, ein Nachbarschaftstreff in einer ehemaligen Kapelle und weitere 60 geförderte Wohnungen. Ein Überblick über die nächsten Schritte im größten Konversionsprojekt Heidelbergs.

Wer mehr über den bereits fertiggestellten ersten Bauabschnitt mit den 191 GGH-Mietwohnungen erfahren möchte, findet alle Details in unserem Artikel 191 neue Wohnungen im Heidelberger Hospital-Areal: Wer einzieht und was das Quartier besonders macht.

Der Hospital-Park: 7.000 Quadratmeter grüne Mitte

Das Herzstück des neuen Quartiers wird ein rund 7.000 Quadratmeter großer Park in der Mitte des Areals. Der Gemeinderat hat die Planung im Juli 2025 einstimmig beschlossen. Zum Vergleich: Der Universitätsplatz in der Heidelberger Altstadt misst rund 5.000 Quadratmeter. Der Hospital-Park wird damit deutlich größer. Geplant sind ein naturnaher Spielplatz mit Wasser-, Kletter- und Schaukelangeboten, eine Spiel- und Liegewiese, eine Calisthenics-Anlage sowie Wasserelemente zur Abkühlung. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2026 beginnen.

Die Beachhalle: Sport aus der Ruine

Eine der spannendsten Umnutzungen im Quartier ist die frühere Sporthalle der US-Army. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird nicht abgerissen, sondern zur Beachhalle umgebaut. Sand, Duschen, Container und ein Bistro verwandeln die historische Halle in ein Zentrum für Beachsport. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2026 geplant. Die Förderung für den Umbau beläuft sich auf 1,08 Millionen Euro.

Die Chapel: Quartierstreff in der früheren Kapelle

Unmittelbar neben den GGH-Wohnungen steht die ehemalige Kapelle der US-Army, die sogenannte Chapel. Die Stadt Heidelberg plant, das denkmalgeschützte Kirchengebäude zu einem Nachbarschafts- und Quartierstreff umzubauen. Es soll ein offener Ort für alle Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Stadtteils werden, für Veranstaltungen, Treffen und Begegnungen. Die Umbauplanungen laufen, ein Fertigstellungstermin steht noch nicht fest.

Weitere 60 Wohnungen: Baufeld MU Süd

Direkt neben der neuen Quartiershochgarage plant die GGH auf dem noch brachliegenden Baufeld MU Süd rund 60 weitere geförderte Neubauwohnungen. Laut GGH-Geschäftsführer Peter Bresinski sollen es Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen werden, mit kompakten Grundrissen für Alleinerziehende und Erdgeschosseinheiten für Läden wie ein Café, eine Bäckerei oder einen kleinen Supermarkt. Der Baustart ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Wer baut noch auf dem Areal?

Neben der GGH sind fünf private Bauträger an der Quartiersentwicklung beteiligt, die sich zur Arbeitsgemeinschaft Hospital (ARGE) zusammengeschlossen haben. Insgesamt entstehen auf dem zehn Hektar großen Areal rund 600 Wohnungen, Miet- und Eigentumswohnungen in verschiedenen Preissegmenten. Die GGH plant für sich selbst insgesamt 250 eigene Wohnungen. Die privaten Baufelder werden nach und nach entwickelt und fertiggestellt.

Chronik: Das Hospital-Areal auf einen Blick

Jahr Meilenstein
bis 2013 US-Army betreibt Militärhospital auf dem Gelände
2020 Abriss der meisten Bestandsgebäude, Baubeginn
2025 GGH stellt 191 geförderte Mietwohnungen fertig
März 2026 Erste Mieter einzogen, Quartiershochgarage (220 Plätze) eröffnet
Frühjahr 2026 Baubeginn Hospital-Park (7.000 m²), Eröffnung Beachhalle
2026 ff. Umbau Chapel zum Quartierstreff, weitere private Baufelder
Anfang 2027 Baustart Baufeld MU Süd: ~60 weitere GGH-Wohnungen

Quellen: Stadt Heidelberg, Pressemitteilung März 2026 · GGH Heidelberg · hospital-heidelberg.de

Foto: Tom Fisk, Pexels (kostenlos nutzbar)