Was ist das Hospital-Areal in Heidelberg?
Auf dem Gelände des früheren US-Militärhospitals in Rohrbach entsteht seit einigen Jahren ein komplett neues Stadtquartier. Insgesamt werden dort rund 600 Wohnungen gebaut. Private Bauträger und die städtische GGH teilen sich das Areal. Ende 2025 hat die GGH die ersten ihrer Häuser fertiggestellt.
Was wurde jetzt fertiggestellt?
191 geförderte Mietwohnungen sind bezugsfertig. Auf zwei Baufeldern hat die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) 19 Gebäude errichtet. Seit einigen Wochen ziehen die ersten Mieterinnen und Mieter ein. Jedes der 19 Häuser hat eine eigene Fassade, kein Haus sieht aus wie das andere.
Wer kann dort einziehen?
Es handelt sich um geförderte Wohnungen. Das bedeutet: Die Mieten sind gedeckelt. Für 40 Prozent der rund 600 neuen Wohnungen im gesamten Quartier gilt, dass die Warmmiete nicht mehr als 30 Prozent des verfügbaren Einkommens betragen darf. Das Quartier richtet sich bewusst an eine breite Mischung aus Bevölkerungsgruppen, also keine reine Sozialwohnungssiedlung, sondern ein gemischtes Viertel.
Was macht das Quartier besonders?
Zwei Aspekte stechen heraus. Erstens: Das Quartier ist weitgehend autofrei. Der Stellplatzschlüssel liegt bei nur 0,7 pro Wohnung. Wer ein Auto hat, parkt in der neuen Quartiershochgarage mit mehr als 220 Stellplätzen und sechs E-Ladesäulen. Die Hochgarage ist seit dem 1. März 2026 in Betrieb. Zweitens: Das Energiekonzept. EH-55-Neubauten, Photovoltaik, Fernwärme und Ladeinfrastruktur sollen die CO₂-Bilanz niedrig halten.
Was kommt als nächstes?
Die GGH plant direkt neben der Hochgarage weitere rund 60 geförderte Neubauwohnungen auf dem sogenannten Baufeld MU Süd. Geplant sind ein- bis fünf-Zimmer-Wohnungen für verschiedene Zielgruppen, darunter Alleinerziehende. Im Erdgeschoss sollen Gewerbeflächen entstehen, also Café, Bäckerei oder Lebensmittelladen. Baustart ist Anfang 2027.
Warum ist das gut für Heidelberg?
Heidelberg hat ein Wohnraumproblem. Wer hier studiert oder arbeitet, weiß das. Die Mieten sind hoch, der Markt ist eng. Das Hospital-Areal ist ein konkreter Schritt dagegen. 191 geförderte Wohnungen sind kein Allheilmittel, aber sie sind real und werden gerade bezogen. Wer mehr über aktuelle Entwicklungen in der Heidelberger Stadtpolitik lesen möchte, findet hier auf Heidelberg Express regelmäßig neue Berichte, zum Beispiel zum Heidelberger Nachtragshaushalt 2026.
Quelle: GGH Heidelberg, Newsroom 2026
Foto: Volker Thimm, Pexels License (kostenlos nutzbar)






