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Emmertsgrund und Boxberg: Was verbindet und was unterscheidet Heidelbergs Hochhausstadtteile?

Emmertsgrund und Boxberg sind Heidelbergs Hochhausstadtteile der 1970er Jahre. Was das Leben dort ausmacht, welche Herausforderungen bestehen und was die Stadtteile verbindet.

Betongebäude blauer Himmel Stadtquartier

Wer von Heidelbergs Altstadt gen Süden fährt und den Hang des Königstuhls hinaufsteigt, erreicht zwei Stadtteile, die kaum bekannter sein könnten und doch oft übersehen werden: Emmertsgrund und Boxberg. In den 1970er Jahren als Großwohnsiedlungen geplant und gebaut, sind sie heute eigenständige Stadtquartiere mit einer Bevölkerung, die vielfältiger ist als vieles andere in Heidelberg. Ein Porträt zweier Stadtteile mit Geschichte.

Geschichte: Die Großwohnsiedlungen der 1970er

Emmertsgrund und Boxberg entstanden in einer Zeit, als Deutschland Wohnraum brauchte und die Stadtplanung auf Großmaßstab setzte. Hochhäuser, breite Erschließungsstraßen, viel Grün dazwischen: Das Konzept der aufgelockerten Stadtlandschaft sollte alles besser machen als die enge gründerzeitliche Stadt. Emmertsgrund wurde zwischen 1969 und 1978 gebaut, Boxberg etwas später. Beide Stadtteile liegen auf einem Plateau über dem Neckartal und haben einen einzigartigen Blick über Heidelberg und die Rheinebene.

Was die Stadtteile heute ausmacht

AspektEmmertsgrundBoxberg
Einwohnerca. 7.000ca. 10.000
BebauungHochhäuser bis 17 StockwerkeMischung aus Hochhäusern und Zeilen
InfrastrukturEinkaufszentrum, Schulen, ÄrzteEinkaufsmöglichkeiten, Grundschule
ÖPNVBus 29, 33 ab BismarckplatzBus 33 ab Bismarckplatz
GrünflächenGroßzügige Parkanlagen, WaldnäheParkanlage, direkter Waldzugang

Herausforderungen und Stadtentwicklung

Beide Stadtteile haben mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen: höherer Anteil von Haushalten mit Sozialtransferleistungen, schwächere Nahversorgung als innerstädtische Stadtteile und ein Image-Problem. Die Stadt Heidelberg hat über verschiedene Programme in die Quartiere investiert: Spielplätze, Sozialraumarbeit, Vereinsförderung. Das alla-hopp!-Bewegungsangebot in Emmertsgrund etwa gehört dazu. Das Ziel ist ein lebenswertes Quartier für alle, das von den Bewohnerinnen selbst geprägt wird.

Der Blick von oben

Was Emmertsgrund und Boxberg haben, was die Altstadt nicht hat: Weite. Von den Hochhäusern und Parkbänken der Plateaus aus sieht man an klaren Tagen weit in die Rheinebene, bis zu den Vogesen in Frankreich. Sonnenuntergänge über dem Rhein von Boxberg aus sind unter Eingeweihten ein offenes Geheimnis. Wer Heidelberg wirklich kennen will, sollte auch die Stadtteile kennen, die nicht auf den Postkarten erscheinen.

Quelle: Stadt Heidelberg, Stadtteile

Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)