Am 11. Juli 2026 fand in der Neuen Aula der Universität Heidelberg die diesjährige Promotionsfeier der Medizinischen Fakultät statt. 138 frisch Promovierte erhielten ihre Doktorurkunden. Gemeinsam mit Rektorin Professorin Dr. Frauke Melchior würdigte Dekan Professor Dr. Michael Boutros ihre wissenschaftliche Arbeit. Den Festvortrag hielt ein prominenter Gast: Nobelpreisträger Professor Dr. Stefan W. Hell.
Wer Stefan W. Hell ist
Stefan W. Hell erhielt 2014 den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung der superauflösenden Fluoreszenzmikroskopie. Seine Arbeit durchbrach eine physikalische Grenze, die als unüberwindbar galt: die Beugungsgrenze der Lichtmikroskopie. Damit wurde es erstmals möglich, lebende Zellen in molekularer Auflösung zu beobachten. Hell forschte lange am DKFZ in Heidelberg und ist der Stadt bis heute verbunden. Dass er den Festvortrag hielt, ist für die Promovierten ein besonderer Moment.
Die Medizinische Fakultät Heidelberg
Die Medizinische Fakultät Heidelberg blickt auf über 630 Jahre Tradition zurück und ist Teil der ältesten Universität Deutschlands. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand im heutigen Stadtteil Bergheim der weltweit erste Medizincampus, Ausgangspunkt eines Innovationsschubs in Forschung, Lehre und Patientenversorgung. Heute gehört Heidelberg zu den führenden medizinischen Standorten Europas.
| Info | Details |
|---|---|
| Datum | Samstag, 11. Juli 2026 |
| Ort | Neue Aula der Universität Heidelberg |
| Promovierte | 138 Doktorandinnen und Doktoranden |
| Festvortrag | Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan W. Hell |
| Verliehen | Vier Stiftungspreise und eine Fakultätsmedaille |
| Redner | Rektorin Prof. Dr. Frauke Melchior, Dekan Prof. Dr. Michael Boutros |
Was eine medizinische Promotion bedeutet
Die Promotion in der Medizin ist in Deutschland ein eigener Weg. Viele Studierende beginnen ihre Doktorarbeit bereits parallel zum Studium. Die Arbeiten reichen von experimenteller Grundlagenforschung im Labor bis zu klinischen Studien am Patienten. In Heidelberg profitieren Promovierende von der Nähe zu DKFZ, EMBL, NCT und dem Uniklinikum, eine Konstellation, die es in dieser Dichte nur an wenigen Orten weltweit gibt.
Quelle: Medizinische Fakultät Heidelberg
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