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Warum warnt Heidelberg vor dem Baden in den Wasserbecken im Langen Anger?

Die Wasserbecken im Langen Anger in der Heidelberger Bahnstadt sind zur Regenwasser-Rückhaltung da, nicht zum Baden. Warum die Stadt warnt, wofür die Becken dienen und was Eltern wissen sollten.

Heidelberg Bahnstadt Langer Anger Wasserbecken

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, sieht das Wasser im Langen Anger in der Bahnstadt verlockend aus. Doch die Stadt Heidelberg weist ausdrücklich darauf hin: Die Wasserbecken im Langen Anger sind nicht zum Baden geeignet. Sie erfüllen eine ganz andere, wichtige Funktion im Wasserhaushalt des Quartiers. Wer die Becken kennt, versteht schnell, warum ein Sprung hinein keine gute Idee ist.

Wofür die Wasserbecken da sind

Die Wasserbecken im Langen Anger dienen der Rückhaltung und Versickerung von Regenwasser. In der Bahnstadt, einem modernen Quartier mit viel versiegelter Fläche, fällt bei Regen große Mengen Wasser an. Statt dieses Wasser direkt in die Kanalisation zu leiten, wird es in den Becken gesammelt, zurückgehalten und langsam versickert oder verdunstet. Das entlastet die Kanalisation, beugt Überflutungen vor und verbessert das Mikroklima im Quartier, ein Baustein der wassersensiblen Stadtentwicklung.

Warum Baden dort keine gute Idee ist

GrundErläuterung
Keine BadegewässerqualitätDas Wasser wird nicht wie in Freibädern aufbereitet oder kontrolliert
Wechselnder WasserstandDer Pegel schwankt je nach Regen stark und unvorhersehbar
Technische FunktionDie Becken sind Teil der Regenwasserbewirtschaftung, kein Freizeitgewässer
VerunreinigungEingeleitetes Regenwasser kann Schmutz und Ablagerungen enthalten
SicherheitBeckenränder und -böden sind nicht auf Badebetrieb ausgelegt

Was Eltern wissen sollten

Gerade für Familien mit Kindern ist der Hinweis wichtig. Kinder finden Wasser magisch anziehend, und an heißen Tagen ist die Versuchung groß. Eltern sollten ihren Kindern erklären, dass diese Becken kein Planschbecken sind. Wer in der Bahnstadt oder Umgebung eine Abkühlung sucht, findet bessere Alternativen: die Freibäder der Stadt, die Neckarwiese oder die zahlreichen Trinkbrunnen und Wasserspielplätze, die eigens für den Sommer gedacht sind.

Wassersensible Stadt der Zukunft

Die Wasserbecken im Langen Anger sind ein sichtbares Beispiel für moderne Stadtplanung. Angesichts von Starkregen und Hitzeperioden setzen Städte zunehmend auf das Prinzip der Schwammstadt: Regenwasser wird lokal zurückgehalten statt schnell abgeleitet. Die Becken in der Bahnstadt sind Teil dieses Konzepts und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung, auch wenn man in ihnen nicht schwimmen darf.

Quelle: Stadt Heidelberg, Bahnstadt

Foto: Luftschiffhafen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons