Nach Warnstreiks und wochenlangen Verhandlungen gibt es eine Einigung: Die Arbeitgebervereinigung der Universitätsklinika Baden-Württemberg (AGU) und die Gewerkschaft ver.di haben sich in den Entgelttarifverhandlungen auf einen Abschluss geeinigt. Der neue Tarifvertrag läuft bis Ende Juli 2028 und bringt Entgelterhöhungen für die Beschäftigten der vier baden-württembergischen Universitätsklinika, darunter das Universitätsklinikum Heidelberg.
Was dem Abschluss vorausging
Im Vorfeld der Einigung hatten Beschäftigte des Uniklinikums Heidelberg wiederholt zu Warnstreiks aufgerufen. Pflegekräfte, medizinisch-technisches Personal und Verwaltungsmitarbeitende legten zeitweise die Arbeit nieder, um Druck auf die Arbeitgeberseite auszuüben. Die Notfallversorgung blieb dabei durchgehend gewährleistet, planbare Eingriffe wurden verschoben. Die SPD Heidelberg und weitere politische Akteure hatten sich öffentlich mit den Streikenden solidarisiert.
Wer von dem Abschluss betroffen ist
| Info | Details |
|---|---|
| Tarifparteien | AGU (Arbeitgebervereinigung der Universitätsklinika BW) und ver.di |
| Laufzeit | Bis Ende Juli 2028 |
| Inhalt | Entgelterhöhungen für die Beschäftigten |
| Betroffene Klinika | Universitätsklinika Heidelberg, Freiburg, Tübingen und Ulm |
| Beschäftigte UKHD | Rund 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allein in Heidelberg |
Warum Tarifrunden im Krankenhaus so heikel sind
Tarifkonflikte an Universitätskliniken haben eine Besonderheit: Sie treffen einen Bereich, in dem Streiks unmittelbar Menschen betreffen, die auf Versorgung angewiesen sind. Deshalb gelten strenge Regeln, die Notdienstvereinbarungen vorsehen. Gleichzeitig ist der Druck auf die Beschäftigten hoch: Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Belastung im Schichtdienst sind an Kliniken seit Jahren Thema. Ein Tarifabschluss mit spürbaren Entgelterhöhungen ist deshalb auch ein Signal, den Beruf attraktiv zu halten.
Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg · Pressemitteilung der AGU
Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)





