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Stille Stunde in Heidelberg: Was steckt hinter der Initiative für Menschen mit Behinderung?

Das Modehaus Niebel in Heidelberg bietet eine wöchentliche Stille Stunde an. Was die Initiative bedeutet, wer davon profitiert und wie andere Geschäfte mitmachen können.

Natur ruhige Umgebung Entspannung

Jeden Mittwoch von 17 bis 18:30 Uhr wird es im Modehaus Niebel in Heidelberg stiller. Die Musik geht aus, auf Durchsagen wird verzichtet, Waren werden nicht ein- oder umgeräumt und Kunden nicht aktiv angesprochen. Was wie eine ungewöhnliche Geschäftsentscheidung klingt, ist eine gezielte Maßnahme zur Inklusion: die Stille Stunde. Auch das Café Nomad im gleichen Gebäude bietet jeden ersten Mittwoch im Monat eine Stille Stunde von 16 bis 17 Uhr an.

Für wen ist die Stille Stunde gedacht?

Die Stille Stunde richtet sich an Menschen, die reizempfindlich sind oder unter Lärm leiden: Menschen mit Autismus, sensorischen Verarbeitungsstörungen, Demenz, Angststörungen, Migräne oder anderen Beeinträchtigungen. Für sie ist ein normales Einkaufserlebnis mit Musik, Durchsagen und geschäftiger Atmosphäre oft eine Belastung oder gar ein Ausschlussgrund. Die Stille Stunde macht den Einkauf zugänglich für alle.

Wie die Initiative entstand

Die Initiative zur Stillen Stunde wurde von Christina Reiß, der Behindertenbeauftragten der Stadt Heidelberg, aufgegriffen. Nach einer Online-Umfrage ihres Büros mit positivem Zuspruch rief sie Einzelhändler in Heidelberg zur Teilnahme auf. Das Modehaus Niebel und das Café Nomad sind die bisher bekannten Teilnehmer. Das Team hofft auf weitere Nachahmer.

InfoDetails
Stille Stunde Modehaus NiebelJeden Mittwoch, 17–18:30 Uhr
Stille Stunde Café NomadJeden 1. Mittwoch im Monat, 16–17 Uhr
AdresseModehaus Niebel, Heidelberger Innenstadt
InitiatorinChristina Reiß, Behindertenbeauftragte Stadt Heidelberg
MitmachenInteressierte Betriebe können sich an das Büro der Behindertenbeauftragten wenden

Quelle: Stadt Heidelberg, Aktuelles

Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)