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Wie schützt KI vor Desinformation? Das Heidelberger Forschungsprojekt NAWIM

Das Heidelberger Forschungsprojekt NAWIM nutzt KI, um Schuelerinnen gegen Desinformation zu schuetzen. Gestartet April 2026 an der PH Heidelberg gemeinsam mit dem DFKI.

Person am Laptop KI Technologie Forschung

Desinformation in sozialen Medien ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, besonders für junge Menschen. Das Forschungsprojekt NAWIM, gestartet im April 2026 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, entwickelt ein KI-gestütztes System, das Schülerinnen und Schüler befähigt, Falschinformationen zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.

Was ist NAWIM?

NAWIM steht für „Multimodales System zur Abwehr von Desinformation mittels sozioemotionaler Prozesse für Schülerinnen“. Das dreijährige Projekt wird gemeinsam von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg durchgeführt. Die EU finanziert das Projekt im Rahmen ihrer Digitalisierungs- und Bildungsförderung.

Was konkret entwickelt wird

Ziel ist ein integriertes Bildungsformat, das Schülerinnen befähigt, Desinformation in sozialen Medien systematisch zu erkennen. KI wird dabei nicht nur als Werkzeug zur Analyse eingesetzt, sondern als didaktisches Mittel. Ein Chatbot soll Lehrkräften helfen, mit Stichworten eine maßgeschneiderte Lernumgebung für ihre Klasse zu erstellen. Das ist entscheidend: Nicht ein starres Programm, sondern ein flexibles Werkzeug, das sich an die Bedürfnisse der Lerngruppe anpasst.

Gleichzeitig untersucht das Projekt, wie sozioemotionale Prozesse, also das Bauchgefühl, die Gruppendynamik, die Identifikation mit einer Quelle, den Umgang mit Falschinformationen beeinflussen. Denn rein rationale Medienkompetenz reicht nicht aus: Wer emotional an eine Meinung gebunden ist, lässt sich durch Fakten allein oft nicht überzeugen.

Warum das für Heidelberg und die Region wichtig ist

Die PH Heidelberg ist eine der größten pädagogischen Hochschulen Deutschlands und bildet Lehrerinnen für die Region aus. Mit NAWIM positioniert sie sich als Vorreiterin in der Verbindung von Medienbildung, KI-Forschung und Lehrerausbildung. Alle entwickelten Materialien werden am Ende unter offener Lizenz veröffentlicht, sodass Schulen und Lehrerinnen deutschlandweit davon profitieren können.

Quelle: Pädagogische Hochschule Heidelberg, Juni 2026

Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)