, ,

Wie hilft der KI-Assistent HemaGuide bei komplexen Blutkrebs-Therapien?

Forschende von DKFZ, HI-STEM und der Medizinischen Fakultät Heidelberg haben den KI-Assistenten HemaGuide entwickelt. Er unterstützt Ärzte bei schwierigen Therapieentscheidungen bei Blutkrebs.

Labor Forschung Mikroskop Medizin KI

Blutkrebs ist nicht gleich Blutkrebs. Hinter dem Begriff verbergen sich Dutzende von Unterformen mit unterschiedlichen genetischen Profilen, Verläufen und Therapieoptionen. Für behandelnde Ärztinnen und Ärzte bedeutet das: Jede Entscheidung muss individuell getroffen werden, oft unter Zeitdruck und auf Basis komplexer Daten. Ein Forschungsteam aus Heidelberg hat dafür jetzt eine Hilfe entwickelt: HemaGuide, ein KI-Assistent, der Therapieempfehlungen für komplexe Blutkrebserkrankungen liefert.

Wer hinter HemaGuide steht

HemaGuide ist eine gemeinsame Entwicklung von Forschenden des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Stammzellinstituts HI-STEM und der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg am Universitätsklinikum Heidelberg. Damit sind gleich mehrere der weltweit führenden Einrichtungen für Krebsforschung an dem Projekt beteiligt, alle im Neuenheimer Feld auf wenigen Quadratkilometern versammelt.

Was der KI-Assistent leistet

HemaGuide unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei schwierigen Therapieentscheidungen. Das System wertet Patientendaten, genetische Profile und aktuelle Studienlage aus und schlägt auf dieser Basis Behandlungsoptionen vor. Die Entscheidung trifft weiterhin der Mensch. Der Assistent bündelt aber Wissen, das kein einzelner Arzt vollständig überblicken kann, und macht es im klinischen Alltag nutzbar.

AspektDetails
Entwickelt vonDKFZ, HI-STEM, Medizinische Fakultät Heidelberg am UKHD
EinsatzbereichKomplexe Blutkrebserkrankungen (Leukämien, Lymphome)
FunktionAuswertung von Patientendaten und Studienlage; Vorschlag von Therapieoptionen
Rolle des ArztesEntscheidung bleibt beim behandelnden Team; KI liefert Grundlage
StandortvorteilDKFZ, NCT, KiTZ und Uniklinikum arbeiten im Neuenheimer Feld eng zusammen

Warum Heidelberg dafür der richtige Ort ist

Heidelberg ist einer der dichtesten Standorte für Krebsforschung weltweit. Das DKFZ ist das größte biomedizinische Forschungszentrum Deutschlands, das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) eines der führenden onkologischen Spitzenzentren. Dazu kommen das Hopp-Kindertumorzentrum und das Uniklinikum. Diese räumliche und institutionelle Nähe macht es möglich, dass ein Forschungsergebnis schnell den Weg vom Labor ans Patientenbett findet.

Quelle: Medizinische Fakultät Heidelberg · Deutsches Krebsforschungszentrum

Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)