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HEIDELBERG und SAP: Wie ein Heidelberger Traditionsunternehmen Deutschlands größte E-Auto-Ladeflotte managt

Die Amperfied GmbH, Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG, managt für SAP über 1.700 Ladepunkte, Ausbau auf 3.700 geplant. Wie sich der Traditionskonzern zum Technologieunternehmen wandelt.

Heidelberger Druckmaschinen Gebäude

Ein Name, den man in Heidelberg seit Generationen kennt, schreibt ein neues Kapitel: Die Heidelberger Druckmaschinen AG, kurz HEIDELBERG, ist längst nicht mehr nur der weltbekannte Hersteller von Druckmaschinen. Über ihre Tochtergesellschaft Amperfied hat der Konzern einen Großauftrag gewonnen, der zeigt, wohin die Reise geht: Amperfied übernimmt für den Softwarekonzern SAP die Betriebsführung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland, mit über 1.700 Ladepunkten und einem geplanten Ausbau auf rund 3.700.

Vom Druckmaschinenbauer zum Technologieunternehmen

HEIDELBERG wurde 1850 gegründet und ist bis heute weltweit führend im Bogenoffsetdruck. Doch der klassische Druckmarkt schrumpft seit Jahren. Das Unternehmen hat deshalb einen konsequenten Umbau eingeleitet: weg vom reinen Maschinenbauer, hin zu einem breiter aufgestellten Technologieunternehmen. Die Elektromobilität ist dabei eines der wichtigsten neuen Standbeine. Mit der Marke Amperfied entwickelt und betreibt HEIDELBERG Ladelösungen für Privatkunden, Unternehmen und öffentliche Betreiber.

Was der SAP-Auftrag bedeutet

InfoDetails
AuftraggeberSAP SE, Walldorf
DienstleisterAmperfied GmbH (Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG)
Umfang StartMigration von rund 1.720 bestehenden Ladepunkten
Geplanter AusbauAuf rund 3.700 Ladepunkte
TechnikBetriebsführung über das Cloud-Backend von Amperfied
Ziel SAPVollständig emissionsfreie Fahrzeugflotte bis 2030

Zwei Rhein-Neckar-Größen kooperieren

Bemerkenswert ist, dass hier zwei der bekanntesten Unternehmen der Metropolregion zusammenarbeiten: HEIDELBERG aus Heidelberg beziehungsweise Wiesloch-Walldorf und SAP aus dem benachbarten Walldorf. SAP treibt die Elektrifizierung der eigenen Fahrzeugflotte konsequent voran. Der gesamte Fuhrpark umfasst rund 19.000 Fahrzeuge. Ab 2026 können Mitarbeitende nur noch vollelektrische Modelle bestellen. Für diese wachsende Flotte braucht es eine zuverlässige Ladeinfrastruktur, und genau die liefert und betreibt Amperfied.

Warum das für Heidelberg wichtig ist

Für den Wirtschaftsstandort Heidelberg und die Region ist die Meldung ein gutes Zeichen. Sie zeigt, dass sich ein Traditionsunternehmen erfolgreich wandelt und in Zukunftsmärkten Fuß fasst. Arbeitsplätze, die im klassischen Druckgeschäft wegfallen, können in neuen Feldern wie der Elektromobilität entstehen. Die Kooperation mit SAP ist zudem ein Beleg dafür, wie eng die Unternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar vernetzt sind und wie sie gemeinsam an der Verkehrswende arbeiten.

Quelle: HEIDELBERG Pressemitteilung · SAP

Foto: Ra Boe, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons