Was ist BASF und warum ist das für Heidelberg relevant?
BASF ist der weltgrößte Chemiekonzern und hat seinen Stammsitz in Ludwigshafen am Rhein, keine 20 Kilometer von Heidelberg entfernt. Rund 33.000 der weltweit etwa 110.000 Beschäftigten arbeiten am Standort Ludwigshafen, dem größten integrierten Chemiestandort der Welt. Für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar ist BASF einer der zentralen wirtschaftlichen Anker.
Wie läuft es aktuell bei BASF?
BASF kämpft seit Jahren mit hohen Energiepreisen, schwacher Nachfrage aus China und strukturellen Kostenproblemen. Für 2026 peilt der Konzern ein bereinigtes EBITDA zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro an, nach einem Rückgang von 9,5 Prozent in 2025. Bis Ende 2026 sollen die Kosten durch ein umfangreiches Sparprogramm um rund 2,3 Milliarden Euro jährlich gesenkt werden. Weltweit wurden seit Ende 2023 bereits rund 4.800 Stellen abgebaut.
Was bedeutet das für die Beschäftigten in der Region?
Management und Betriebsrat haben eine Vereinbarung getroffen, die betriebsbedingte Kündigungen am Standort Ludwigshafen bis Ende 2028 ausschließt. Das ist eine wichtige Absicherung für Tausende Beschäftigte in der Region. Gleichzeitig werden durch den natürlichen Stellenabbau, Frühpensionierungen und Freiwilligenprogramme dauerhaft weniger Mitarbeitende am Stammwerk sein.
Wohin entwickelt sich BASF strategisch?
BASF investiert in grüne Chemie und Dekarbonisierung. Geplant sind eigene Windparks auf See, der Einsatz von Elektroöfen für Steamcracker und Geothermie-Pilotprojekte in Ludwigshafen. Außerdem soll die Agrosparte bis 2027 in eigenständige Unternehmen ausgegliedert werden. Die Neuausrichtung zeigt: Der Chemiekonzern ist dabei, sich grundlegend zu transformieren.
Quelle: BASF SE, Jahrespressekonferenz 2026
Foto: Chokniti Khongchum, Pexels (kostenlos nutzbar)






