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Broken-Heart-Syndrom: Wie Heidelberger Forscher das gebrochene Herz behandeln wollen

Das Universitätsklinikum Heidelberg untersucht in einer DZHK-Studie erstmals, ob ein entzündungshemmendes Medikament den Herzmuskelschaden beim Broken-Heart-Syndrom mildern kann.

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Ein gebrochenes Herz ist nicht nur eine Metapher, es gibt es wirklich, als ernste medizinische Erkrankung. Das sogenannte Broken-Heart-Syndrom kann nach starkem emotionalem oder körperlichem Stress auftreten und ähnelt in seinen Symptomen einem Herzinfarkt. Am Universitätsklinikum Heidelberg untersuchen Forschende jetzt in einer bundesweiten Studie erstmals, ob ein entzündungshemmendes Medikament den Schaden am Herzmuskel mildern kann. Die Studie läuft unter dem Dach des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung.

Was ist das Broken-Heart-Syndrom?

Das Broken-Heart-Syndrom, medizinisch Takotsubo-Syndrom oder Stress-Kardiomyopathie genannt, ist eine akute Funktionsstörung des Herzmuskels. Sie tritt häufig nach außergewöhnlichen Belastungen auf, etwa dem Tod eines nahestehenden Menschen, einem Unfall oder großem Stress. Betroffen sind überwiegend Frauen. Die Symptome, Brustschmerzen und Atemnot, ähneln denen eines Herzinfarkts. Anders als beim Infarkt sind die Herzkranzgefäße aber nicht verschlossen. Stattdessen pumpt ein Teil des Herzmuskels vorübergehend nicht mehr richtig.

Was die Heidelberger Studie untersucht

AspektDetails
ForschungsfrageKann ein entzündungshemmendes Medikament den Herzmuskelschaden mildern?
TrägerDeutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)
StandortUniversitätsklinikum Heidelberg
BesonderheitErstmalige Untersuchung dieser Behandlung beim Broken-Heart-Syndrom
HintergrundEntzündungsprozesse gelten als mögliche Mitursache des Schadens

Warum der Ansatz neu ist

Bisher gibt es keine spezifische, ursächliche Therapie für das Broken-Heart-Syndrom. Betroffene werden meist unterstützend behandelt, bis sich das Herz von selbst erholt. Das gelingt oft, aber nicht immer folgenlos. Neuere Forschung deutet darauf hin, dass Entzündungsprozesse im Herzmuskel eine wichtige Rolle spielen. Genau hier setzt die Heidelberger Studie an: Wenn ein entzündungshemmendes Medikament diese Prozesse bremst, könnte es den Schaden begrenzen und die Heilung verbessern. Das wäre ein wichtiger Schritt hin zu einer gezielten Behandlung.

Heidelberg als Zentrum der Herzforschung

Dass diese Studie in Heidelberg läuft, ist kein Zufall. Das Universitätsklinikum gehört zu den führenden Zentren der Herz-Kreislauf-Medizin in Deutschland und ist Partnerstandort im Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, einem bundesweiten Verbund der Spitzenforschung. Hier arbeiten Klinik und Wissenschaft eng zusammen, sodass neue Erkenntnisse schnell den Weg zu den Patientinnen und Patienten finden. Für Betroffene des Broken-Heart-Syndroms könnte aus Heidelberg damit echte Hoffnung kommen.

Dieser Beitrag informiert allgemein über ein Forschungsprojekt und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden wie Brustschmerzen oder Atemnot sollte immer umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg · Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)

Foto: medipics1066, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons